
Content Ideen für Social Media – eine Blogserie für mehr Klarheit und weniger Stress
Viele Unternehmen und Selbstständige kennen das Problem: Social Media soll (oder muss) regelmäßig bespielt werden. Aber was genau soll man posten? Genau hier setzt diese Blogserie von mir an. Ich möchte den Stress raus und den Spaß an der Ideenfindung und Content Creation wieder zurückbringen. Praxisnahe, leicht umsetzbare Content-Ideen, die Ihnen helfen, sichtbar zu bleiben, ohne sich zu verbiegen oder ständig unter Ideen-Druck zu stehen.
Die Serie ist modular aufgebaut. Jeder Beitrag widmet sich einer klaren Kategorie von Content und zeigt konkrete Beispiele, Leitfragen und Tipps für die Umsetzung.
Teil 1: Zeigen Sie, was Sie tun – Einblicke in deinen Arbeitsalltag
Viele denken bei Social-Media-Content zuerst an aufwendige Kampagnen, teure Agenturen, perfekte Grafiken oder ausgeklügelte Redaktionspläne. Dabei liegt einer der wirkungsvollsten Inhalte direkt vor Ihnen oder Ihren Mitarbeitern: der Arbeitsalltag. Genau hier entstehen authentische, glaubwürdige und leicht umsetzbare Posts.
Auch wenn es mir Kunden oft erst nicht recht glauben, so interessieren sich viele Menschen dafür, wie Ihre Arbeit hinter den Kulissen aussieht. Sie wollen wissen, wie Projekte entstehen, welche Schritte nötig sind und was hinter einem Ergebnis steckt. Das schafft Nähe – und gleichzeitig Verständnis für Ihre Leistung.
Was zählt zum Arbeitsalltag-Content?
Arbeitsalltag bedeutet nicht, jede Minute zu dokumentieren. Schon kleine Einblicke reichen aus. Diese Fragen helfen dabei:
- Woran arbeiten Sie oder ein bestimmter Mitarbeiter gerade?
- Welche Aufgabe steht heute im Fokus?
- Welche Vorbereitung ist nötig, bevor ein Projekt sichtbar wird?
- Was war eine besondere Herausforderung – und wie haben Sie sie gelöst?
- Was waren die Learnings, vielleicht für eine zukünftige Veränderung?
Das kann ein kurzer Text, ein spontanes Foto oder ein paar erklärende Sätze sein. Perfektion ist hier nicht das Ziel. Authentisch ist besser als perfekt.
Warum dieser Content so gut funktioniert
Einblicke hinter die Kulissen wirken glaubwürdig, weil sie echt sind. Sie erklären ganz nebenbei Ihren Mehrwert, ohne dass Sie aktiv verkaufen müssen. Gleichzeitig bauen Sie Vertrauen auf – denn wer versteht, wie Ihr Unternehmen/Ihr Team arbeitet, entscheidet sich eher für Sie. Offenheit schlägt Werbeversprechen.
So finden Sie Ihre Content Themen im Alltag
Stellen Sie sich regelmäßig einige dieser Fragen:
- Was habe ich heute gemacht, das für andere nicht selbstverständlich ist?
- Welche Aufgabe wird oft unterschätzt?
- Was würde jemand fragen, der meinen Job nicht kennt?
- Wie beginne ich eine Arbeit, ein Projekt?
Wenn Sie tiefer graben möchten, helfen mir und meinen Kunden diese zusätzlichen Fragen und Sichtweisen dabei, noch mehr Content aus dem Berufsallag herauszuholen:
Perspektive: Verständnis schaffen
Warum dauert diese Aufgabe länger, als Außenstehende erwarten würden?
Welche Schritte sind notwendig, damit am Ende Qualität entsteht?
Was würde passieren, wenn man diesen Schritt weglässt?
Perspektive: Entscheidungshilfe für Kunden
Welche Entscheidungen treffen Sie regelmäßig für Ihre Kunden?
Was nehmen Sie Ihnen konkret ab?
Woran erkennt man aus Ihrer Erfahrung gute vs. schlechte Arbeit?
Perspektive: Wert deiner Arbeit sichtbar machen
Welche Erfahrung fließt hier ein, die man nicht sieht?
Was unterscheidet Ihre Vorgehensweise von „schnellen Lösungen“?
Perspektive: Alltag statt Ausnahme
Welche Aufgaben gehören für Sie zur Routine, sind für andere aber besonders?
Was machen Sie täglich, ohne darüber nachzudenken?
Welche Abläufe sind über Jahre gewachsen?
Welche Tools helfen Ihnen dabei?
Und eine oft unterschätzte Perspektive: Haltung & Arbeitsweise
Warum arbeiten Sie genau so und nicht anders?
Welche Kompromisse gehen Sie bewusst nicht ein?
Was ist Ihnen bei Ihrer Arbeit wichtiger – Schnelligkeit oder Preis?
Mein Impuls zum Abschluss: Betrachten Sie bitte Ihren Arbeitsalltag nicht als zu banal für Social Media. Genau das Alltägliche ist für andere neu, spannend und vertrauensbildend. Oder wissen Sie, wie man ein Dach deckt, eine Klageschrift schreibt, eine Korn brennt oder eine Software programmiert?
Sie brauchen keinen zusätzlichen Content-Produktionstag. Ihr Arbeitsalltag liefert bereits genug Stoff für gute Geschichten. Sie müssen nur die “Contentbrille” aufsetzen, ihn bewusst wahrnehmen und nach außen übersetzen.
Teil 2 folgt in Kürze: Wissen teilen – Expertise sichtbar machen
Der Blick lohnt sich auf einen unterschätzten Klassiker – das Dialogmarketing